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Krankheitsbilder

A

ADHS

ADHS ist eine neuropsychiatrische Entwicklungsstörung, die sich durch anhaltende Aufmerksamkeitsprobleme, erhöhte Impulsivität und häufig auch motorische Unruhe äußert. Die Symptomatik beginnt meist im Kindesalter und persistiert bei einem relevanten Anteil der Betroffenen bis ins Erwachsenenalter. Funktionell liegt eine veränderte Aktivität und Vernetzung in frontostriatalen und frontoparietalen Netzwerken zugrunde, die für Aufmerksamkeitssteuerung, Impulskontrolle und Exekutivfunktionen verantwortlich sind. Genetische Faktoren tragen wesentlich zur Vulnerabilität bei, moduliert durch psychosoziale Einflüsse.

Neben verhaltenstherapeutischen Ansätzen und medikamentöser Therapie werden neuromodulative Verfahren zunehmend als ergänzende Behandlungsoption evaluiert. Ziel ist die gezielte Modulation der an ADHS beteiligten neuronalen Netzwerke, insbesondere präfrontaler Kontrollsysteme. Erste Studien zeigen, dass Neuromodulation bei ausgewählten Patientengruppen zu klinisch relevanten Verbesserungen von Aufmerksamkeit und Impulskontrolle beitragen kann, vor allem im Rahmen strukturierter multimodaler Behandlungskonzepte.

Anfälle

Anfälle die zum Neurologen führen sind häufig aber nicht zwingend so genannte epileptische Anfälle. Bei epileptischen Anfälle kommt es zu einer plötzlich auftretenden, zeitlich begrenzten Funktionsstörung des Gehirns, bei der sich Gruppen von Nervenzellen sehr schnell gleichzeitig entladen. Dies kann im gesamten Hirn oder auch nur in einzelnen Gehirnteilen der Fall sein.

Bei wiederholtem Auftreten von epileptischen Anfälle spricht man von der Erkrankung Epilepsie. Jedoch ist nicht jeder Anfall (mit oder ohne Bewusstseinsverlust) ein epileptischer Anfall.

Zur Abklärung ob es sich eventuell um einen stadtgehabten epileptischen Anfall oder einen Anfall andere Ursache gehandelt hat ist die Vorstellung beim Neurologen empfehlenswert.

Angststörung

Angststörungen gehören neben Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Sie äußern sich durch anhaltende oder anfallsartige Angst, innere Anspannung, vegetative Symptome und Vermeidungsverhalten, die in keinem angemessenen Verhältnis zur tatsächlichen Bedrohung stehen. Im Laufe des Lebens entwickelt ein relevanter Anteil der Bevölkerung mindestens einmal eine behandlungsbedürftige Angsterkrankung. Auch hier liegt eine multifaktorielle Genese zugrunde, mit einer Dysregulation zentraler neuronaler Netzwerke der Angst- und Stressverarbeitung, genetischer Vulnerabilität sowie psychosozialen Belastungsfaktoren.

Neben psychotherapeutischen Verfahren und medikamentöser Behandlung gewinnen neuromodulative Ansätze zunehmend an Bedeutung. Auch wenn die Evidenzlage je nach Verfahren und Störungsbild variiert, zeigen internationale Leitlinien und Expertenempfehlungen, dass neuromodulative Verfahren bei bestimmten Angststörungen eine klinisch relevante Wirksamkeit entfalten können, insbesondere bei therapieresistenten Verläufen oder bei eingeschränkter Verträglichkeit von Pharmakotherapie. Neuromodulation kann dabei als ergänzender oder alternativ eingesetzter Baustein in einem multimodalen Behandlungskonzept verstanden werden.

Aphasie

Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung, die meist infolge eines Schlaganfalls oder einer anderen Hirnschädigung auftritt. Betroffen sind je nach Lokalisation unterschiedliche Aspekte der Sprache, darunter das Sprechen, das Verstehen, das Lesen und das Schreiben. Viele Betroffene wissen genau, was sie sagen möchten, können dies aber nur eingeschränkt oder mit großer Anstrengung ausdrücken. Dies führt häufig zu Frustration, Rückzug und einer deutlichen Einschränkung der sozialen Teilhabe.

Die Sprachverarbeitung beruht auf komplexen Netzwerken im Gehirn. Durch die Schädigung einzelner Areale geraten diese Netzwerke aus dem Gleichgewicht; benachbarte oder gegenüberliegende Hirnregionen können teilweise kompensatorisch einspringen, sind jedoch häufig funktionell gehemmt oder ineffizient eingebunden. Sprachliche Erholung beruht wesentlich auf der Fähigkeit des Gehirns, neue Verbindungen zu bilden und vorhandene Netzwerke funktionell umzustrukturieren. Dieser Lernprozess benötigt gezielte, wiederholte Aktivierung sprachlicher Funktionen.

Neben logopädischer Therapie als zentralem Baustein der Behandlung können neuromodulative Verfahren ergänzend eingesetzt werden, um die Erregbarkeit sprachrelevanter Netzwerke zu beeinflussen und die Wirksamkeit des Trainings zu verstärken. Durch die gezielte Modulation bestimmter Hirnareale kann die funktionelle Einbindung verbliebener Sprachnetzwerke unterstützt und hemmende Einflüsse reduziert werden. In multimodalen Rehabilitationskonzepten kann dies dazu beitragen, Sprachverständnis, Wortfindung und Sprechflüssigkeit nachhaltiger zu verbessern und die kommunikative Teilhabe im Alltag zu fördern.

Apraxie

Apraxie ist eine Störung der Handlungsplanung und Bewegungsorganisation. Betroffene haben Schwierigkeiten, gezielte, erlernte Handlungen korrekt auszuführen, obwohl Kraft, Beweglichkeit und Verständnis grundsätzlich erhalten sind. Alltägliche Tätigkeiten wie Anziehen, Zähneputzen oder der Gebrauch von Werkzeugen können dadurch ungewohnt schwerfallen. Die Diskrepanz zwischen „Wissen, was zu tun ist“ und „es umsetzen können“ wird häufig als besonders belastend erlebt und führt nicht selten zu Frustration und Verunsicherung.

Die Fähigkeit zur Planung und Ausführung komplexer Handlungen beruht auf der Zusammenarbeit mehrerer Hirnnetzwerke, insbesondere in frontalen und parietalen Regionen. Nach Schädigungen, etwa infolge eines Schlaganfalls, geraten diese Netzwerke aus dem Gleichgewicht; Handlungsprogramme können nicht mehr zuverlässig abgerufen oder in motorische Abläufe übersetzt werden. Die funktionelle Erholung hängt wesentlich von der Fähigkeit des Gehirns ab, alternative Netzwerke zu aktivieren und neue Verknüpfungen zu etablieren.

Neben ergotherapeutischen Trainingsansätzen, die auf alltagsnahe Handlungssequenzen abzielen, können neuromodulative Verfahren ergänzend eingesetzt werden, um die Erregbarkeit handlungsrelevanter Netzwerke zu beeinflussen und Lernprozesse zu unterstützen. Durch die Kombination von gezieltem Üben und neuromodulativer Unterstützung kann die Wiedererlangung alltagspraktischer Fähigkeiten erleichtert und die Selbstständigkeit im Alltag gefördert werden.

Ataxie

Ataxie bezeichnet eine Störung der Koordination von Bewegungen und des Gleichgewichts. Betroffene haben Schwierigkeiten, gezielte Bewegungen präzise auszuführen, sicher zu gehen oder die Körperhaltung stabil zu kontrollieren. Häufig treten zusätzlich eine unsichere Stand- und Gangstabilität, Zittern bei zielgerichteten Bewegungen, verwaschene Sprache oder Probleme bei feinmotorischen Tätigkeiten auf. Die Symptome können je nach Ursache schleichend oder plötzlich beginnen und die Selbstständigkeit im Alltag deutlich beeinträchtigen.

Die Bewegungskoordination wird durch ein fein abgestimmtes Zusammenspiel von Kleinhirn, Gleichgewichtssystemen und sensomotorischen Netzwerken im Gehirn gesteuert. Bei Ataxien ist diese Abstimmung gestört, sodass Bewegungsimpulse nicht mehr ausreichend präzise moduliert werden. Auch hier spielt die Fähigkeit des Gehirns zur funktionellen Anpassung und Umorganisation eine wichtige Rolle für mögliche Besserungen. Durch gezieltes Training können verbliebene Netzwerke gestärkt und kompensatorische Strategien aufgebaut werden.

Neben physiotherapeutischen und ergotherapeutischen Maßnahmen können neuromodulative Verfahren ergänzend eingesetzt werden, um die Aktivität und Vernetzung koordinatorisch relevanter Hirnareale zu beeinflussen. Ziel ist es, die funktionelle Integration von Gleichgewichts- und Bewegungsnetzwerken zu verbessern und Lernprozesse in der Rehabilitation zu unterstützen. In multimodalen Behandlungskonzepten kann dies dazu beitragen, Stand- und Gangstabilität, Bewegungskoordination und Alltagssicherheit nachhaltig zu verbessern.

Augensymptome

Symptome am Auge wie zum Beispiel Verschwommensehen, Milchglassehen, Flackern im Blickfeld, blinde Stellen im Blickfeld oder Doppelbilder können ihren Ursprung sowohl am Auge (Diagnose und Behandlung durch den Augenarzt), als auch im System der Sehverarbeitung im Gehirn haben (Diagnose und Behandlung durch Neurologen). Dementsprechend kann bei genannten Symptomen sowohl eine Vorstellung beim Augenarzt als auch beim Neurologen sinnvoll sein.

C

Chronische Fatigue

Chronische Fatigue ist durch eine anhaltende, ausgeprägte Erschöpfung gekennzeichnet, die durch Ruhe nicht ausreichend gebessert wird und die körperliche, geistige und emotionale Belastbarkeit deutlich einschränkt. Häufig bestehen zusätzlich Konzentrationsstörungen, Schlafprobleme, Schmerzen oder eine erhöhte Reizempfindlichkeit. Die Beschwerden können im Alltag stark limitierend sein, auch wenn äußerlich keine Erkrankung erkennbar ist.

Ursächlich liegen komplexe Veränderungen in der Regulation von Energiehaushalt, Stresssystemen und neuronalen Netzwerken zugrunde. Häufig spielen vorangegangene Infekte, chronische Belastungen oder autonome Fehlregulationen eine Rolle. Neben individuell angepassten Aktivitäts- und Erholungsstrategien sowie unterstützenden therapeutischen Maßnahmen können neuromodulative Verfahren ergänzend eingesetzt werden, um Regulationsprozesse im Nervensystem zu stabilisieren. In multimodalen Behandlungskonzepten kann dies dazu beitragen, Erschöpfung, Reizüberflutung und Belastungsintoleranz schrittweise zu reduzieren.

Chronische Schmerzen

Chronische Schmerzen bestehen über Monate fort oder kehren immer wieder zurück und verlieren dabei ihre ursprüngliche Warnfunktion. Häufig entwickeln sie sich unabhängig von der ursprünglichen Ursache weiter und werden zu einer eigenständigen Erkrankung. Betroffene leiden nicht nur unter anhaltenden oder wiederkehrenden Schmerzen, sondern oft auch unter Erschöpfung, Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen und einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität.

Ursächlich spielen Veränderungen in der Schmerzverarbeitung des Nervensystems eine zentrale Rolle. Schmerzreize werden im Gehirn verstärkt wahrgenommen, während körpereigene schmerzhemmende Systeme weniger wirksam sind. Zusätzlich können Stress, Angst und Schonverhalten den Schmerz aufrechterhalten. Neben bewegungs- und verhaltenstherapeutischen Maßnahmen sowie medikamentöser Unterstützung können neuromodulative Verfahren ergänzend eingesetzt werden, um überaktive Schmerznetzwerke zu regulieren. In multimodalen Behandlungskonzepten kann dies dazu beitragen, Schmerzintensität, Belastung und funktionelle Einschränkungen nachhaltig zu reduzieren.

D

Depression

Depression ist eine häufige psychische Erkrankung mit anhaltender Niedergeschlagenheit, Interessenverlust und verminderter Belastbarkeit. Sie betrifft Menschen aller Altersgruppen; im Laufe des Lebens erkrankt etwa jede fünfte Person mindestens einmal an einer behandlungsbedürftigen Depression. Die Entstehung beruht auf einem Zusammenspiel biologischer Faktoren, funktioneller Veränderungen in neuronalen Netzwerken, genetischer Vulnerabilität sowie psychosozialer Belastungen.

Neben Psychotherapie und medikamentöser Behandlung werden neuromodulative Verfahren zunehmend als wirksame Therapieoption eingesetzt. Internationale Leitlinien, unter anderem die kanadischen CANMAT-Empfehlungen, bewerten bestimmte Formen der Neuromodulation in ihrer antidepressiven Wirksamkeit als vergleichbar mit Antidepressiva. Neuromodulation stellt damit eine evidenzbasierte Behandlungsoption dar, insbesondere bei unzureichendem Ansprechen auf Medikamente oder bei Unverträglichkeiten.

F

Fibromyalgie

Fibromyalgie ist ein chronisches Schmerzsyndrom, das durch weit verbreitete Muskel- und Gliederschmerzen, ausgeprägte Erschöpfung, Schlafstörungen und häufig auch Konzentrationsprobleme gekennzeichnet ist. Die Beschwerden sind real und können den Alltag stark beeinträchtigen, auch wenn in bildgebenden oder laborchemischen Untersuchungen oft keine strukturellen Veränderungen nachweisbar sind.

Ursächlich liegt eine veränderte Schmerzverarbeitung im Nervensystem zugrunde. Reize werden im Gehirn verstärkt wahrgenommen und verarbeitet, während schmerzhemmende Systeme weniger wirksam sind. Neben bewegungs- und verhaltenstherapeutischen Maßnahmen sowie medikamentöser Unterstützung können neuromodulative Verfahren ergänzend eingesetzt werden, um die zentrale Schmerzverarbeitung günstig zu beeinflussen. In multimodalen Behandlungskonzepten kann dies dazu beitragen, Schmerzintensität, Erschöpfung und funktionelle Einschränkungen spürbar zu reduzieren.

G

Gangstörungen

Die Ursachen für eine Gangunsicherheit sind vielfältig und häufig auf Erkrankungen des Stütz-/Bewegungsapparates zurückzuführen (z.B.: Hüftleiden, Knieleiden, etc. ). Aber auch Störungen im Bereich der Nerven an den Beinen, das Rückenmarkes oder Erkrankungen des Gehirns können eine Gangunsicherheit auslösen oder mit bedingen.

Gedächtnisstörungen

Gedächtnisstörungen sind Störungen der Fähigkeit Informationen zu lernen, zu behalten oder abzurufen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und reichen von Demenz über Depression bis hin zu unerwünschten Medikamentennebenwirkungen.

Da sich bei den allermeisten Krankheiten, die Gedächtnisstörungen zufolge haben können, eine frühzeitige Therapie positiv auswirkt, ist eine frühe diagnostische Abklärung durch einen Neurologen sinnvoll.

Gefühlsstörungen der Haut

Gefühlsstörungen an der Haut können verschiedene Qualitäten haben (z.B: Taubheit, Kribbelempfindung, Übermäßiges Schmerzempfinden, Verlust des Schmerzempfindens).

Die Ursache der Störung kann in jedem Abschnitt der Empfindungsbahn (Leitung der Empfindung von der Haut über Nerv und Nervengeflecht, Nervenwurzel und Rückenmark bis inklusive Gehirn) liegen.
Erkrankungen die häufig mit einer Gefühlsstörung einhergehen sind zum Beispiel: Karpaltunnelsyndrom (Störung am Handnerven), Taubheitsgefühle/Kribbelempfinden bei Nervenwurzelreizung im Rahmen von Bandscheibenvorfällen, Taubheitsgefühle im Rahmen diverser Hirnerkrankungen so zum Beispiel bei Multiple Sklerose.

Die Aufgabe des Neurologen ist es den Ursprungsort der Gefühlsstörung ausfindig zu machen und dann wenn nötig eine gezielte Behandlung einleiten zu können.

Gleichgewichtsstörung

Gleichgewichtsstörungen äußern sich durch Unsicherheit beim Gehen und Stehen, Schwindelgefühle, das Gefühl von Schwanken oder drohendem Sturz sowie eine verminderte Orientierung im Raum. Sie können akut oder chronisch auftreten und gehen häufig mit Einschränkungen der Mobilität, Angst vor Stürzen und einem Rückzug aus Aktivitäten des Alltags einher. Die Ursache ist oft komplex und betrifft nicht nur das Gleichgewichtsorgan im Innenohr, sondern auch die Verarbeitung von Gleichgewichtsinformationen im Gehirn.

Das Gleichgewicht beruht auf dem Zusammenspiel mehrerer Systeme: dem vestibulären System, der visuellen Wahrnehmung, der Tiefensensibilität aus Muskeln und Gelenken sowie zentralen Verarbeitungsnetzwerken im Gehirn. Kommt es hier zu Störungen oder Fehlanpassungen, entsteht ein Missverhältnis zwischen sensorischen Informationen und motorischer Steuerung. Die Fähigkeit des Gehirns, diese Informationen neu zu gewichten und anzupassen, ist entscheidend für die Erholung und Kompensation.

Neben gezielter vestibulärer Rehabilitation und physiotherapeutischem Training können neuromodulative Verfahren ergänzend eingesetzt werden, um zentrale Verarbeitungs- und Integrationsprozesse im Gehirn zu beeinflussen. Ziel ist es, die Anpassungsfähigkeit der Gleichgewichtsnetzwerke zu unterstützen und die Wirksamkeit von Training und Exposition zu verstärken. In multimodalen Behandlungskonzepten kann dies dazu beitragen, Stand- und Gangsicherheit, räumliche Orientierung und das Vertrauen in die eigene Bewegungsfähigkeit nachhaltig zu verbessern.

K

Kopfschmerzen

Derzeit werden circa 240 verschiedene Kopfschmerzarten unterschieden, wobei sich jeder Kopfschmerz zu einer der folgenden zwei Gruppen zuordnen lässt :

Sogenannte „primäre“ Kopfschmerzen: Hier ist der Kopfschmerz selbst die Erkrankung (Z. B. Migräne, Spannungskopfschmerz, ….)

Der sekundäre/symptomatische Kopfschmerz, hier ist der Kopfschmerz die Folge einer anderen Hirnerkrankung (z.B. Hirnblutung, Hirnhautentzündung, ….).

Vor allem bei neu aufgetretenen zuvor unbekannten Kopfschmerzen oder häufig auftretenden Kopfschmerzen ist eine neurologische Untersuchung zur Klärung der Ursache und Einleitung einer effizienten gezielten Behandlung ratsam. Bei Fragen zu diesem Thema kontaktieren Sie mich bitte.

L

Long Covid Syndrom

Long COVID beschreibt anhaltende oder neu auftretende Beschwerden nach einer COVID-19-Erkrankung, die über Wochen bis Monate bestehen bleiben. Häufige Symptome sind ausgeprägte Erschöpfung, Belastungsintoleranz, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel sowie ein Gefühl von innerer Unruhe oder Überforderung. Die Beschwerden können die berufliche und private Leistungsfähigkeit deutlich einschränken, auch bei zuvor gesunden Menschen.

Die Ursachen sind komplex und betreffen unter anderem Regulationsstörungen im Nervensystem, Veränderungen in der autonomen Steuerung, anhaltende Entzündungsprozesse und eine veränderte Verarbeitung von Belastungsreizen im Gehirn. Neben einer sorgfältigen medizinischen Abklärung und individuell angepassten Rehabilitationsmaßnahmen können neuromodulative Verfahren ergänzend eingesetzt werden, um gestörte Regulationsmechanismen im Gehirn zu beeinflussen. In multimodalen Behandlungskonzepten kann dies dazu beitragen, Erschöpfung, kognitive Einschränkungen und Reizüberempfindlichkeit schrittweise zu lindern und die Alltagsbelastbarkeit zu verbessern.

M

Muskelschwäche/Muskellähmung

Die Muskelschwäche/Lähmung kann ihre Ursache in jedem Abschnitt der Leitungsbahn für Bewegungsimpulse (Gehirn, Rückenmark,Nervenwurzel, Nervengeflecht und Nerv) sowie an der Schnittstelle zwischen Nerv und Muskel oder dem Muskel selbst haben.

Beim Auftreten von Muskelschwäche/Muskellähmung (auch im Gesicht) sollte immer eine Abklärung durch einen Neurologen erfolgen.

N

Neglect

Neglect bezeichnet eine Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungsstörung, bei der Reize auf einer Körper- oder Raumseite nur unzureichend beachtet oder wahrgenommen werden, obwohl Sinnesorgane und Muskelkraft grundsätzlich intakt sind. Häufig tritt Neglect nach einem Schlaganfall auf, insbesondere bei Schädigungen der rechten Gehirnhälfte. Betroffene nehmen dann zum Beispiel Gegenstände oder Personen auf der linken Seite nicht wahr, stoßen häufiger an Hindernisse oder vernachlässigen eine Körperhälfte bei der Körperpflege. Dies kann die Selbstständigkeit und Sicherheit im Alltag erheblich beeinträchtigen.

Die Störung beruht auf einer veränderten Aktivität in Netzwerken, die für räumliche Aufmerksamkeit und Orientierung zuständig sind. Nach der Hirnschädigung entsteht ein Ungleichgewicht zwischen den beiden Gehirnhälften, wodurch die Aufmerksamkeit zur nicht betroffenen Seite „hinübergezogen“ wird. Für die funktionelle Erholung ist entscheidend, dass das Gehirn lernt, die vernachlässigte Raum- oder Körperseite wieder aktiver in Wahrnehmung und Handlungsplanung einzubeziehen.

Neben neuropsychologischer Therapie, gezielten Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungstrainings sowie alltagsnaher Rehabilitation können neuromodulative Verfahren ergänzend eingesetzt werden, um das gestörte Gleichgewicht zwischen den Aufmerksamkeitsnetzwerken zu beeinflussen. Ziel ist es, die Aktivierbarkeit der vernachlässigten Seite zu erhöhen und die Wirksamkeit rehabilitativer Trainings zu verstärken. In multimodalen Behandlungskonzepten kann dies dazu beitragen, die räumliche Orientierung, Alltagssicherheit und funktionelle Selbstständigkeit nachhaltig zu verbessern.

Neuropathischer Schmerz (Nervenschmerzen)

Im Gegensatz zu sogenannte nozizeptiven Schmerzen bei denen der Nerv/das Rückenmark nur als Übermittler der Botschaft Schmerz dient, ist beim neuropatischen Schmerz der Nerv, das Rückenmark oder das Gehirn selbst der Auslöser des Schmerzes.

Deshalb ist auch die Qualität des Schmerzes anders. Diese wird häufig als quälendes Brennen, Stechen oder zum Beispiel einschießendes Elektrisieren beschrieben.

Auch die Schmerztherapie ist mit einer üblichen Schmerztherapie nicht zu vergleichen, da spezielle Wirkstoffe die am Nerven selbst Wirkung zeigen zum Einsatz kommen.

R

Rückenschmerz

In Europa leiden mindestens acht von zehn Menschen mindestens einmal in ihrem Leben an Rückenschmerzen.

Die Schmerzen können ihren Ursprung in allen Anteilen des Stützgewebes des Rückens haben (Wirbelknochen, Gelenken, Bandscheiben, Bändern, Muskeln und/oder den Nervenwurzeln).
Meist ist das Zusammenspiel der einzelnen Strukturen gestört („Funktionsstörung“). Dies kann sehr schmerzhaft sein heilt aber nach kürzerer Zeit wieder ab.

Ernsthafte Krankheiten die einen Rückenschmerz erzeugen sind selten. Dennoch sollten insbesondere Symptome wie Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen, Störungen der Blasen und/oder Mastdarm Funktion in Zusammenhang mit Rückenschmerzen rasch von einem Neurologen abgeklärt werden !

In unserer Praxis wird ein innovatives Behandlungskonzept mit einer Kombination aus Dry Needling zur gezielten Behandlung muskulärer Triggerpunkte, Empfindungsultraschall zur lokalen Regulation von Gewebespannung und Durchblutung sowie hochdosierten Magnesiuminfusionen zur Reduktion neuromuskulärer Übererregbarkeit und krampfartiger Muskelanspannung (unter intensievmedizinischem Monitoring) . Diese Verfahren werden individuell kombiniert und in ein übergeordnetes therapeutisches Gesamtkonzept eingebettet. Ziel ist eine nachhaltige Reduktion von Schmerz, Muskelspannung und funktioneller Einschränkung sowie eine verbesserte Belastbarkeit im Alltag.

S

Schädel Hirn Trauma

Ein Schädel-Hirn-Trauma entsteht durch eine äußere Gewalteinwirkung auf den Kopf und kann zu sehr unterschiedlichen körperlichen, kognitiven und emotionalen Beeinträchtigungen führen. Auch nach vermeintlich leichten Verletzungen können anhaltende Beschwerden wie Konzentrationsstörungen, Gedächtnisprobleme, Kopfschmerzen, Schwindel, Reizüberempfindlichkeit, Erschöpfung oder emotionale Veränderungen bestehen bleiben. Diese Symptome können die berufliche Leistungsfähigkeit und die Alltagsbewältigung erheblich beeinträchtigen.

Die Beschwerden nach einem Schädel-Hirn-Trauma beruhen häufig nicht nur auf strukturellen Läsionen, sondern auch auf funktionellen Störungen neuronaler Netzwerke und Regulationssysteme im Gehirn. Durch die Verletzung geraten Gleichgewichte in Erregungs- und Hemmungsprozessen aus dem Lot, was sich auf Aufmerksamkeit, Reizverarbeitung, Emotionsregulation und körperliche Belastbarkeit auswirken kann. Die Fähigkeit des Gehirns zur funktionellen Reorganisation bildet die Grundlage für Erholung und Rehabilitation, ist jedoch häufig ungleichmäßig und individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Neben neuropsychologischer Therapie, kognitivem Training, physio- und ergotherapeutischen Maßnahmen können neuromodulative Verfahren ergänzend eingesetzt werden, um gestörte Netzwerkfunktionen gezielt zu beeinflussen und neuroplastische Prozesse zu unterstützen. In multimodalen Behandlungskonzepten kann dies dazu beitragen, kognitive Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und emotionale Stabilität schrittweise zu verbessern und die Rückkehr zu mehr Selbstständigkeit im Alltag zu fördern.

Schlafstörungen

Schlafstörungen äußern sich durch Ein- oder Durchschlafprobleme, nicht erholsamen Schlaf oder einen gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus. Sie können vorübergehend auftreten, aber auch chronisch werden und sich deutlich auf Konzentration, Stimmung, Leistungsfähigkeit und körperliches Wohlbefinden auswirken. Häufig bestehen Schlafstörungen nicht isoliert, sondern in Zusammenhang mit Stress, psychischen Belastungen, Schmerzen oder anderen Erkrankungen.

Ursächlich liegen oft Regulationsstörungen der Schlaf-Wach-Steuerung und der inneren Erregungssysteme des Gehirns zugrunde. Ein anhaltend erhöhtes Aktivierungsniveau kann das Abschalten erschweren und zu einem Teufelskreis aus Anspannung, Grübeln und Schlafmangel führen. Neben schlafbezogenen Verhaltensmaßnahmen und gegebenenfalls medikamentöser Unterstützung können neuromodulative Verfahren ergänzend eingesetzt werden, um überaktive Netzwerke zu beruhigen und schlaffördernde Regulationsprozesse zu unterstützen. In multimodalen Behandlungskonzepten kann so die Schlafqualität nachhaltig verbessert werden.

Schlaganfall

Ein Schlaganfall entsteht durch eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung oder Blutung im Gehirn und führt häufig zu bleibenden Beeinträchtigungen wie Lähmungen, Sprach- und Sprechstörungen, Gefühlsstörungen, Sehstörungen oder Problemen mit Aufmerksamkeit und Gedächtnis. Auch emotionale Veränderungen, Antriebsmangel, Angst oder depressive Symptome sind nach einem Schlaganfall häufig. Die Folgen können den Alltag, die Selbstständigkeit und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen – selbst dann, wenn die akute medizinische Versorgung erfolgreich war.

Nach einem Schlaganfall ist das Gehirn grundsätzlich zu Anpassung und Neubildung von Verbindungen fähig. Diese sogenannte Neuroplastizität bildet die Grundlage für Rehabilitation und funktionelle Erholung. Wie gut sich Funktionen zurückbilden oder kompensieren lassen, hängt unter anderem vom Ausmaß der Schädigung, vom Zeitpunkt und von der Intensität der Rehabilitation sowie von individuellen Faktoren ab. Ein rein passives Abwarten führt selten zu relevanten Verbesserungen; gezielte, wiederholte Aktivierung betroffener Funktionen ist entscheidend.

Neben Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und neuropsychologischer Rehabilitation gewinnen neuromodulative Verfahren zunehmend an Bedeutung. Sie zielen darauf ab, überaktive oder gehemmt arbeitende Netzwerke im Gehirn gezielt zu beeinflussen und die Lern- und Anpassungsfähigkeit des Nervensystems zu unterstützen. Durch die Modulation bestimmter Hirnareale kann die Erregbarkeit funktionell relevanter Netzwerke verändert werden, was die Wirkung von Training und Übung verstärken kann. Neuromodulation wird dabei nicht isoliert eingesetzt, sondern als Verstärker innerhalb eines strukturierten Rehabilitationskonzepts.

In multimodalen Behandlungskonzepten können neuromodulative Verfahren dazu beitragen, motorische Funktionen, Sprache, Aufmerksamkeit und kognitive Leistungsfähigkeit gezielter zu fördern. Auch Begleitsymptome wie Fatigue, Schmerzen oder emotionale Dysregulation lassen sich in manchen Fällen positiv beeinflussen. Ziel ist es, die funktionelle Erholung zu beschleunigen, die Nachhaltigkeit von Therapieeffekten zu verbessern und die Rückkehr zu mehr Selbstständigkeit im Alltag zu unterstützen.

Schwindel

Der Schwindel ist keine eigenständige Krankheit. Vielmehr ist das „Gefühl“ Schwindel ist eine unangenehme Wahrnehmung die ein Gefühl der Instabilität beinhaltet. Schwindel kann jedoch ein Symptom diverser Krankheiten sein.

Im engeren Sinne handelt es sich um eine fehlerhafte Wahrnehmung von Eigen- oder Objektbewegung.
Die Ursachen hierfür können vielfältig sein. Im wesentlichen unterscheidet man nach Ort der Schwindelentstehung einen sogenannten „peripheren“ von einem „zentralen“ Schwindel. Bei Ersterem liegt die Ursache in einem der beiden Gleichgewichtsorgane im Innenohr oder an einer fehlerhaften Weiterleitung der Information aus den Gleichgewichtsorganen zum Gehirn.
Beim so genannten zentralen Schwindel liegt die Ursache im Hirn selbst (z.B.: aufgrund eines Schlaganfall, ….).

Eine genaue Untersuchung zur Feststellung der Schwindelursache ist sinnvoll, da sich die Therapie je nach Entstehungsort gravierend unterscheidet.

Spastik

Spastik bezeichnet eine krankhaft erhöhte Muskelspannung, die zu Steifheit, eingeschränkter Beweglichkeit und schmerzhaften Muskelverkrampfungen führen kann. Sie tritt häufig nach Schädigungen des zentralen Nervensystems auf, etwa nach Schlaganfall, bei Multipler Sklerose oder nach Rückenmarks- und Hirnverletzungen. Die erhöhte Muskelspannung kann alltägliche Bewegungen, Pflegehandlungen und funktionelle Aktivitäten deutlich erschweren und die Selbstständigkeit im Alltag einschränken.

Ursächlich liegt eine Störung der hemmenden Steuerung motorischer Netzwerke im Gehirn und Rückenmark zugrunde. Nach der Schädigung kommt es zu einer Übererregbarkeit motorischer Bahnen, wodurch Muskeldehnungsreflexe verstärkt und Bewegungen unphysiologisch „verkrampft“ ablaufen. Die funktionelle Ausprägung der Spastik kann sich im Verlauf verändern und wird durch Faktoren wie Stress, Schmerzen oder Fehlhaltungen zusätzlich beeinflusst.

Neben physiotherapeutischen und ergotherapeutischen Maßnahmen sowie medikamentösen und lokalen Behandlungsoptionen können neuromodulative Verfahren ergänzend eingesetzt werden, um die Übererregbarkeit motorischer Netzwerke günstig zu beeinflussen. Ziel ist es, pathologisch gesteigerte Aktivität zu dämpfen und die willkürliche Bewegungssteuerung zu erleichtern. In multimodalen Behandlungskonzepten kann dies dazu beitragen, Muskeltonus, Beweglichkeit, Schmerz und funktionelle Einschränkungen nachhaltig zu verbessern.

Suchterkrankung

Suchterkrankungen sind chronische, rezidivierende Erkrankungen, die durch ein starkes Verlangen nach Substanzen oder bestimmten Verhaltensweisen, Kontrollverlust und fortgesetzten Konsum trotz negativer Folgen gekennzeichnet sind. Sie betreffen alle Altersgruppen und gehen häufig mit psychischen und somatischen Begleiterkrankungen einher. Neurobiologisch liegt eine Dysregulation der Belohnungs-, Motivations- und Kontrollnetzwerke des Gehirns zugrunde, insbesondere in frontostriatalen und limbischen Systemen. Genetische Vulnerabilität, psychosoziale Faktoren und wiederholte Exposition wirken in der Krankheitsentstehung zusammen.

Neben psychotherapeutischen und medikamentösen Behandlungsansätzen werden neuromodulative Verfahren zunehmend als ergänzende Therapieoption untersucht und eingesetzt. Ziel ist die Modulation dysregulierter neuronaler Netzwerke, die an Craving, Impulskontrolle und Rückfallneigung beteiligt sind. Erste kontrollierte Studien und Expertenempfehlungen deuten darauf hin, dass Neuromodulation bei bestimmten Suchterkrankungen klinisch relevante Effekte erzielen kann, insbesondere im Rahmen multimodaler Therapieprogramme und bei therapieresistenten Verläufen.

T

TIC Störung

Tic-Störungen sind durch unwillkürliche, plötzlich auftretende Bewegungen oder Lautäußerungen gekennzeichnet, die meist nicht vollständig unterdrückt werden können. Die Intensität der Tics schwankt häufig und nimmt unter Stress, innerer Anspannung oder starker Aufmerksamkeitsfokussierung auf die Symptome zu. Viele Betroffene erleben die Tics als belastend, insbesondere durch soziale Unsicherheit, Erschöpfung oder das Gefühl des Kontrollverlusts.

Die Entstehung beruht auf einer veränderten Regulation von Hirnnetzwerken, die für Bewegungssteuerung, Impulskontrolle und Spannungsregulation zuständig sind. Neben verhaltenstherapeutischen Ansätzen und gegebenenfalls medikamentöser Behandlung können neuromodulative Verfahren ergänzend eingesetzt werden, um diese Netzwerke gezielt zu beeinflussen. Ziel ist es, die neuronale Übererregbarkeit zu reduzieren und die Fähigkeit zur Selbstregulation zu verbessern. In multimodalen Behandlungskonzepten können so Häufigkeit und Belastung durch Tics spürbar verringert werden.

Tinnitus

Tinnitus bezeichnet ein dauerhaftes oder wiederkehrendes Ohrgeräusch ohne äußere Schallquelle. Entscheidend für die Belastung ist nicht nur das Geräusch selbst, sondern vor allem, wie stark die Aufmerksamkeit daran gebunden ist und wie das Geräusch emotional bewertet wird. Stress, innere Anspannung und eine erhöhte Wachsamkeit gegenüber dem Geräusch können den Tinnitus verstärken und zu einem Teufelskreis aus Anspannung, Schlafstörungen und Erschöpfung führen.

Die besten Behandlungsergebnisse werden in der Praxis meist dann erzielt, wenn die Wahrnehmung und Bewertung des Tinnitus gezielt beeinflusst werden. Psychologisch fundierte Verfahren, die den Umgang mit dem Geräusch verändern und die Aufmerksamkeit umlenken, haben sich als besonders wirksam erwiesen, um die Belastung durch Tinnitus deutlich zu reduzieren. Ergänzend können neuromodulative Verfahren eingesetzt werden, um überaktive Netzwerke im Gehirn zu regulieren und die Verarbeitung von Geräusch und Stress zu beeinflussen. In Kombination können diese Ansätze dazu beitragen, die subjektive Belastung durch Tinnitus nachhaltig zu verringern.

Z

Zittern (Tremor)

Als so genannten Tremor bezeichnet man das unwillkürliche sich wiederholende Zusammenziehen einander entgegenwirkenden Muskelgruppen, das bei stärkerer Ausprägung optisch als zittern imponiert.

Die Ursachen hierfür reichen von normaler körperliche Funktion (z.B.: zittern bei Kälte) über vererbtes vermehrtes Zittern bis hin zu ernsthaften Hirnerkrankungen.

Zwangsstörung

Zwangsstörungen äußern sich durch immer wiederkehrende, aufdrängende Gedanken oder durch Handlungen, die als innerer Zwang erlebt werden. Betroffene wissen meist, dass diese Gedanken oder Rituale übertrieben oder nicht notwendig sind, können sie aber nur schwer kontrollieren. Dies führt häufig zu hohem innerem Druck, Angst und einer deutlichen Einschränkung im Alltag.

Ursächlich liegt eine veränderte Aktivität in Hirnnetzwerken zugrunde, die für Kontrolle, Fehlerbewertung und Angstverarbeitung verantwortlich sind. Neben psychotherapeutischen Verfahren und medikamentöser Behandlung können neuromodulative Ansätze ergänzend eingesetzt werden, um diese überaktiven Regelkreise im Gehirn zu beeinflussen. Ziel ist es, die innere Anspannung zu reduzieren und die Flexibilität im Denken und Handeln zu verbessern. In multimodalen Behandlungskonzepten kann so eine spürbare Entlastung und Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden.


Neurologische Privatpraxis
Dr.in med. univ. Margaretha Lang

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